24.01.2013

Der Goldraub – Bauernfängerei im Werbeblock

Sie heißen „Cash4Gold“, „BriefGold.de“ oder „Gold-bringt-Geld.de“ und sie wollen alle nur das Eine: Gold. Genauer gesagt, das Gold der Bürger dieses Landes in Bargeld umwandeln und diesen damit – natürlich völlig selbstlos – etwas Gutes tun.
So propagieren sie es in letzter Zeit verstärkt auf allen Fernsehkanälen in anpreisenden Werbespots. Und die Tatsache, daß Unternehmen mit dieser Geschäftsidee seit Kurzem geradezu wie Pilze aus dem Boden schießen, deutet darauf hin, daß nicht wenige Bürger den Anweisungen der Werbespots tatsächlich folgen, und ihre ganz privaten Goldreserven in die kostenlos bereitgestellten „Goldtaschen“ packen, um im Gegenzug dafür den ermittelten Wert in Euro einzusacken. Denn in Zeiten unsicherer Wirtschaftslage kann man einen Schwung Bargeld auf der hohen Kante natürlich immer gut gebrauchen. Und was will man schon mit Opas Goldzähnen, Omas altem Schmuck oder der in jugendlicher Sammelwut angehäuften Münzsammlung anfangen? Klingt also nach einem guten und sicheren Angebot, die scheinbar unnützen Staubfänger aus Edelmetall einzuschicken und zu Geld zu machen, mit dem man sich vermeintlich ein kleines finanzielles Polster für Notzeiten verschafft.
Soweit, so gut. Die Sache hat nur einen winzigen Haken: Sie ist ein totales Verlustgeschäft. Denn die Scheine, die der gutgläubige Nutzer des Angebots im Gegenzug für seine goldenen Schmuckstücke erhält, sind im Gegensatz zum eingesandten Gold das Papier kaum wert, auf dem sie gedruckt sind. Einige Zeitgenossen werden sich jetzt vielleicht verdutzt die Augen reiben und sich fragen, ob der Verfasser dieses Artikels denn noch alle Latten am Zaun hat. Handelt es sich doch bei dem Geld, das man bekommt, um echte Euros, gedruckt im Auftrag der Europäischen Zentralbank (EZB), und nicht etwa um banales Monopoly-Spielgeld. Und doch haben beide, Euros und Monopoly-Scheine, bei objektiver Betrachtung in etwa denselben Wert. Nämlich so gut wie keinen. Das liegt daran, daß die Euro-Scheine, die mit einem nominellen Wert bedruckt und von der EZB als offizielle Währung ausgegeben werden, durch nichts an realen Werten gedeckt sind; sie basieren einzig auf dem blinden Vertrauen der Bürger des Euro-Raumes in ihr Zahlungsmittel. Ein Problem, das im Übrigen nicht nur der Euro besitzt, sondern im Grunde jede Währung, die es momentan auf der Welt gibt. Ganz einfach deswegen, weil im Grunde jede Währung dieser Welt vor dem gleichen Dilemma steht: Der vorhandenen Geldmenge stehen nicht im Entferntesten adäquate Mengen an Sachwerten als Gegendeckung gegenüber. Die auf dem Geldschein aufgedruckte Zahl verkommt damit genauso zum subjektiven Wertmaßstab, wie die Ziffern auf dem Kontoauszug.
So funktioniert seit vielen Jahrzehnten das gesamte Welt-Finanzsystem. Und die Fäden dieses Finanzsystems laufen bei einer privaten Zentralbank zusammen, die somit im Grunde die alleinige Macht über die gesamte Weltwirtschaft besitzt: Der Federal Reserve Bank in den USA, kurz auch „FED“ genannt. Diese Bank, die komplett im Besitz einer kleinen Clique von Privatunternehmern ist und damit in keinerlei Hinsicht unter staatlicher Kontrolle steht, gibt die weltweite Leitwährung heraus, die allerorten Grundlage „modernen“ Wirtschaftens ist: Den US-Dollar. Und bei der FED liegen auch die Ursachen begründet, warum der naive Bürger ohne sein Wissen im Grunde geradezu ausgeraubt wird, wenn er sein Gold an einschlägige Unternehmen gegen bares verscherbelt. Weshalb das so ist, das erklärt uns nun kurz der ausgewiesene Experte Professor Dr. Eberhard Hamer („Der Welt-Geldbetrug“): „Inzwischen hat keine Währung der Welt noch irgendeine reale Wertgrundlage, hat sich das Geld der Welt von jedem zugrundeliegenden Sachwert gelöst, wird es als Papier hemmungslos neu gedruckt und durch ständige Vermehrung ständig entwertet. Daß die Leute immer noch glauben, das Geldpapier, welches sie in der Hand haben, habe einen festen Wert, liegt daran, daß durch geschickte Manipulation der Devisenkurse ein scheinbares Wertverhältnis vorgespiegelt wird. Diese Devisenkurse werden nämlich von genau den gleichen Gruppen manipuliert, die auch die Geldmengenvermehrung produzieren. Praktisch hat inzwischen das von der US-Großfinanz gesteuerte und ihnen gehörende private Federal-Reserve-System Welt-Geldbedeutung erlangt: Das FED-Privatgeld Dollar ist schon von der Geldmenge her in der Welt dominierend. Mehr als 75% aller Geldquantitäten sind Dollars: (…) Auch die Zentralbanken der übrigen Länder werden gezwungen, die Dollars in immer stärkerem Masse (Euro-Bank über 90%) als Währungsreserven anzunehmen. Die übrigen Währungen, wie zum Beispiel der Euro, beruhen also in ihrem Wert zu über 90% auf wertlosen, nur durch die Macht und den Willen der US-Großfinanz gehaltenen Dollar-Papieren. Inzwischen wurden sogar die Nationalbanken sanft oder hart (Schweiz) gedrängt, ihre Goldvorräte gegen Dollars abzugeben oder „auszuleihen“. Das Gold der Welt hat sich dadurch wiederum wie vor der ersten Weltwirtschaftskrise bei den Eigentümern des Federal-Reserve-Systems konzentriert (…).“
Klar wird damit zunächst die Tatsache, daß ein privates Unternehmen der US-amerikanischen Hochfinanz die Herrschaft über das Geld der gesamten Welt in seinen Händen hält. Der von der FED als „Privatgeld“ herausgegebene und in beliebiger Menge nachdruckbare US-Dollar ist das Instrument dieser Hochfinanz, um über die Ansammlung möglichst vieler Sachwerte, die gegen wertlose Dollar-Scheine aufgekauft werden, die Herrschaft über die Weltbevölkerung zu manifestieren. Hamer schreibt hierzu: „Die US-Großfinanz und die US-Administration zwingen seit Jahren wirtschaftlich und politisch die wichtigen Zentralbanken der Welt (Eurobank, Japan, China und andere), die bei ihnen sich für Exporterlöse oder als Kaufpreise für den Aufkauf von Sachgütern ansammelnden wertlosen Dollars zu behalten und als angeblich werthaltige Devisenreserve zu halten. Praktisch heißt das: Die Zentralbanken in China, Japan und Europa sammeln die für die Sachwertlieferungen ihrer Bürger einkommenden wertlosen Dollars in immer größeren Beständen als angeblich werthaltige Währungsreserve an. Die Währung der Satellitenstaaten wird also und ist bereits mit immer wertloseren Dollars unterlegt – also praktisch ebenso wertlos geworden. Das Prinzip „Gold gegen Geld“ im ganz großen Stil sozusagen.
Was aber heißt das alles nun für den arglosen Bürger, der seine ganz privaten Goldreserven auf Aufforderung an einschlägige Unternehmen schickt und dafür Bargeld erhält? Oberflächlich betrachtet zunächst einmal soweit gar nichts – zumindest nicht, so lange das herrschende, auf Schein und Lüge aufgebaute Finanzsystem sich in seinem Sattel halten kann. Bricht jedoch dieses Finanzsystem irgendwann zusammen, dann kann er sich mit seinen gegen Gold erworbenen Euros allerhöchstens noch gepflegt den Hintern abwischen. Sachwerte jedenfalls wird er dann für seine bunten Scheinchen keine mehr bekommen. Hätte er dagegen sein Gold behalten, würde er sich im Fall der Fälle immerhin noch im Besitz eines real existierenden Vermögens wissen, das er für seine persönlichen Grundbedürfnisse eintauschen könnte. Denn Gold besitzt seinen Wert seit tausenden von Jahren. Dieser leitet sich aus der natürlichen Begrenztheit des Goldvorkommens auf der Erde ab. Er ist also dauerhaft festgeschrieben und nicht von irgendeiner privaten Gaunerclique willkürlich bestimmt.
So bleibt abschließend festzuhalten, daß jeder, der zu Hause Gold in irgend einer Form besitzt, dieses auf keinen Fall aufgrund etwaiger kurzfristiger finanzieller Engpässe in die Hände der „Gold gegen Geld“-Propagandisten geben sollte. Ohne unbedingt einen böswilligen Vorsatz unterstellen zu wollen, betreiben diese Firmen doch das Geschäft der Welt-Geld-Betrüger, indem sie den Menschen Sachwerte (respektive Gold) abnehmen und ihnen stattdessen prinzipiell wertlose, da durch nichts gedeckte, Geldscheine in die Hand drücken. Real vorhandenes Volksvermögen wird somit gezielt aus dem Volk abgezogen und vernichtet, um nicht zu sagen geraubt. Der umgekehrte Weg ist stattdessen längerfristig betrachtet der sinnvollere: Einen Teil des privaten Geldvermögens jetzt in feste Werte, also zum Beispiel Gold, umwandeln, um in dieser Hinsicht auf eine kommende Systemkrise vorbereitet zu sein.
Die Geldscheine, mit denen wir derzeit hantieren, entbehren jeder Wertgrundlage und basieren allein auf Luftblasen und Gutgläubigkeit. Sie behalten ihren „Wert“ nur so lange, wie das derzeitige Weltfinanzsystem existiert, das danach trachtet, die ganze Welt unter seinem Joch zu versklaven. Der Tag, an dem dieses System seinem wohlverdienten Ende entgegensieht, wird auch der letzte Tag dieser wertlosen Scheine als Zahlungsmittel sein. Und die Luftblase wird irgendwann platzen. Spätestens dann werden diejenigen zuletzt lachen, die den Verlockungen der lärmenden Goldhascher entsagt haben und sich nicht von der Aussicht auf kurzfristigen Geldsegen haben blenden lassen.
 

Altes Gold gegen neue Euro. – Goldraub im Weimarer Land?

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